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S c r a p i e - G e n o t y p i s i e r u n g
Die Scrapi-Erkrankung (Traberkrankheit) der Schafe ist im Zusammenhang mit der BSE-Erkrankung der Rinder und der neuen Creuzfeld- Jacob-Krankheit beim Menschen in das öffentliche Interesse gerückt. Die Traberkrankheit der Schafe (Scrapie) wird als mögliche Ursache der BSE-Entstehung angesehen, da nach Umstellung von Produktionsverfahren zur Tierkörpermehlherstellung in Großbritannien womöglich der Scrapieerreger nicht abgetötet wurde und nach Verfütterung an Rinder die natürliche Artenbarriere übersprang. Im Umkehrschluss wird heute bereits die Möglichkeit einer BSE- Infektion von Schafen nach Aufnahme BSE-haltigen Tierkörpermehlherstellung erwogen. Im Interesse der Verbrauchersicherheit und natürlich auch zur Sicherung der Vermarktungswege der Schafhalter sollten alle Möglichkeiten zur Minimierung eventueller gesundheitlicher Risiken genutzt werden.
Im frühem Stadium ist das Erkennen sehr schwierig. Zuerst kommt es zu Juckreiz. Später steigert es sich zum Lippenzittern, den sogenannten "gnubbeln" sowie zu Kopfschütteln. Die Schafe werden zunehmend erregbar und zeigen einen unnatürlichen Gang, welcher an einen "Traper" erinnert und der Krankheit den Namen gab. Wenn man die Schafe an Kopf und Hals kratzt kommt es zu Kopfnicken, Kopfschütteln und Schwanzwedeln. Danach kommt es zu zunehmender Erregbarkeit, Stolpern und unnatürlichem Gang sowie Bewegungsstörungen und Niederstürzen. Es treten nicht alle Symptome und diese wiederum auch nicht bei allen Schafen auf. Es kommt zur Entkräftung und zum Tod. Eine sichere Diagnose ist am lebenden Tier nicht möglich. Nur durch Untersuchung des Gehirns ist eine Eindeutige Diagnosenstellung möglich (Quelle: www.welt-der-schafe.de).
Die Scrapie-Genotypisierung ist ein Gentest bei Schafen, mit dem Tiere mit unterschiedlichen Scrapie-Erkrankungsrisiko unerschieden werden können. Nach dem Gentest werden die Tiere verschiedenen Genotypenklassen zugeordnet und können dadurch gezielt zur Züchtung eingesetzt werden. Entscheidend für die Risikobewertung sind die Aminosäuren an drei Positionen des Prionproteins. Je nach Position sind dabei die folgenden Aminosäuren möglich: Alanin (A), Histidin (H), Glutamin (Q), Arginin (R), Valin (V)
Nach der Empfehlung der Projektgruppe der Deutschen Gesellschaft für Züchtungskunde (DGfZ) werden die Schafe in eine der folgenden Genotypklassen eingeteilt:
Genotypengruppen |
Genotypen |
Interpretation |
G 1 |
ARR/ARR |
sehr geringe Empfänglichkeit für das Einzeltier und geringes Risiko für die erste Nachkommengeneration |
G 2 |
ARR/AHQ ;
ARR/ARH ;
ARR/ARQ |
geringes Risiko jedoch gegenüber G1 erhöht |
G 3 |
AHQ/AHQ ;
AHQ/ARH ;
AHQ/ARQ ;
ARH/ARH ;
ARH/ARQ ;
ARQ/ARQ |
mittleres Risiko für das Einzeltier, Nachkommen nie G1 |
G 4 |
ARR/VRQ |
hohes Risiko für Einzeltiere |
G 5 |
AHQ/VRQ ;
ARH/VRQ ;
ARQ/VRQ ;
ARQ/VRQ |
sehr hohes Risiko |
Für die Untersuchung werden lediglich Blutproben der Schafe benötigt. Quelle und weitere Informationen hier.
Eine Heilung dieser Krankheit ist derzeit nicht möglich.
Bislang ist keine Übertragung von Scrapie auf den Menschen bekannt.
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